Venenchirurgie

Venenchirurgie 2018-04-26T13:12:55+00:00

Venenleiden, wie z. B. Krampfadern, sind mehr als eine ästhetische Beeinträchtigung. Unbehandelt können sie zu Thrombosen oder offenen Beinen führen. Unsere Spezialisten können erkrankte Venen durch modernste Untersuchungsmethoden früh erkennen und über die optimale konservative oder operative Therapie entscheiden.

Was sind Krampfadern?

Der Begriff Krampfadern (Varikosis) leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort „Krummadern“ ab. Eine Krampfader (Varize) ist eine krumme, geschlängelte und krankhaft erweiterte Vene.

Rund 1.500 mal pro Tag pumpt das menschliche Herz die durchschnittliche Blutmenge von fünfeinhalb Litern durch unseren Körper. Dabei versorgen die Arterien die Organe und das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen, die Venen bilden das Entsorgungssystem. Sie leiten das Blut wieder zum Herzen zurück. Probleme entstehen, wenn die Venenwand und die Venenklappen durch eine Bindegewebsschwäche ausleiern und das Blut nicht mehr vollständig zurückfließt. Es entsteht ein Blutrückstau in den erkrankten Venenabschnitten: Eine geschlängelte und erweiterte Vene wird sichtbar.
Fast jeder Zweite bekommt die Bindegewebsschwäche von Venenwand- und klappen in die Wiege gelegt. Schwangerschaften, mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und Übergewicht beschleunigen die Erkrankung der Beinvenen zusätzlich. Krampfadern unterschiedlichen Ausmaßes können die Folge sein. In den Augen der meisten Menschen sind Krampfadern ein rein kosmetisches Problem, aber das kann täuschen.

  • Besenreiservarikosis
  • Retikuläre Varikosis
  • Seitenastvarikosis
  • Stammvenenvarikosis

Besenreiser- und Retikuläre Varizen sind feine, oberflächlich in der Haut liegende Venen, welche wegen ihrer dunklen Farbe auffallen. Beiden Formen kommt oft nur eine kosmetische Bedeutung zu.
Seitenast- und Stammvenenvarizen dagegen verlangen höchste Aufmerksamkeit. Diese Formen des Krampfaderleidens können unbehandelt Komplikationen verursachen.
Eine umfassende Abklärung des Venensystems vor einer Behandlung ist in jedem Falle sinnvoll, denn nicht selten finden sich an einem Bein mehrere Formen der Varikosis, d. h. mit kosmetischer und medizinischer Bedeutung.

Besenreiservarizen

Stammvenenvarizen

Neben einem ausführlichen Gespräch über Vorgeschichte, Dauer und Art der Beschwerden sowie einer körperlichen Untersuchung ist eine gründliche, schmerzfreie Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Anhand der Untersuchungsbefunde lassen sich Art und Ausmaß der Erkrankung erkennen und die weitere Therapie ableiten.

Die Betroffenen klagen häufig über schwere Beine am Abend, Schwellungsneigung der Fußgelenke, nächtliche Krämpfe, Juckreiz, Hautveränderungen und andere Symptome.

Über Jahre bestehende Krampfadern können unter Umständen zu Venenentzündungen, schmerzhaften Geschwüren („offene Beine“) und erhöhter Thrombosegefahr führen.

Dr. med. Anja Mörder

Fachärztin für Chirurgie
Fachärztin für Viszeralchirurgie

Tätigkeitsschwerpunkte:
Kinderchirurgische Operationen, Venenchirurgie, Proktologie, Hernienchirurgie

Tel. 0761 / 38 800-0
Fax 0761 / 38 800-50
moerder@zadc.de

  • Studium der Humanmedizin in Göttingen und Freiburg
  • Nach dem Studium 18 Monate Ärztin im Praktikum am Pathologischen Institut der Universität Freiburg (Prof. Schaefer)
  • Ausbildung zur Fachärztin für Chirurgie (2003) und Fachärztin für Viszeralchirurgie (2008) mit der Zusatzbezeichnung Proktologie (2009) an der Universitätsklinik Freiburg (Prof. Südkamp) und dem Diakoniekrankenhaus Freiburg (Prof. Geiger)
  • Weiterbildung auf dem Gebiet der Kinderchirurgie im Zentrum für ambulante Diagnostik und Chirurgie in Freiburg (Dr. Berenskötter)
  • Weiterbildung auf dem Gebiet der Phlebologie in der Venenklinik in Kreuzlingen, CH (Dr. Traber)
  • Nach 14-jähriger Berufserfahrung, davon mehrere Jahre als Oberärztin, Niederlassung im Zentrum für ambulante Diagnostik und Chirurgie in Freiburg (2010)

Mitgliedschaften:

  • Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
  • Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie
  • Berufsverband der deutschen Chirurgen
  • Berufsverband Niedergelassener Chirurgen
  • Chirurgischer Arbeitskreis Akutschmerz
  • Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie

Behandlung

Besenreiser- und Retikuläre Varizen müssen nicht operiert, können aber verödet werden. Bei dieser sogenannten Sklerotherapie wird durch das Verödungsmittel im Gefäß eine sterile Entzündung ausgelöst. Im Laufe des Heilungsprozesses der Entzündung verkleben die Gefäßwände miteinander und verschließen das Gefäß, wodurch es weniger sichtbar wird.
Bei Seitenast- und Stammvenenvarizen besteht eine erste wirksame Therapie in der Kompression (Kompressionsstrümpfe, Bandagieren). In ausgewählten Fällen ist eine Verödung der krankhaften Venenabschnitte möglich.
Bei einem fortgeschrittenen Krampfaderleiden empfiehlt sich zur Vermeidung von Komplikationen ein operativer Eingriff.
Es gibt unterschiedliche Operationsverfahren, bei denen die erkrankten Venen entfernt oder ausgeschaltet werden. Durch standardisierte Verfahrensweisen sind die Operationsrisiken gering und Komplikationen selten geworden.

Über die Vor- und Nachteile der verschiedenen operativen Therapiemöglichkeiten informieren und beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

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