Sportmedizin

Sportmedizin 2018-04-24T14:23:37+00:00

Sport sollte ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens sein. Sport verbessert den Allgemeinzustand, reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kräftigt den Stützapparat des Menschen. Nicht zu vergessen: Sport beeinflusst unser Empfinden!

Doch wie alles hat Sport auch Kehrseiten: Das Risiko von Sportverletzungen.

Entscheidend ist die richtige Diagnose und damit die richtige Therapie. Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung und Prävention von Verletzungen ebenso wie bei der Untersuchung und Behandlung von Sportverletzungen.

Bei Problemen oder Fragen zum Sport stellen wir Ihnen unser Fachwissen gerne zur Verfügung.

Dr. med. Hans-Joachim Krüger

Facharzt für Chirurgie
Durchgangsarzt

Tätigkeitsschwerpunkte:
Handchirurgie, Hernienchirurgie, Fußchirurgie, Sportmedizin, Proktologie

Hand Trauma Zentrum

Tel. 0761 / 38 800-0
Fax 0761 / 38 800-50
krueger@zadc.de
  • Geboren, aufgewachsen und Medizinstudium in Hamburg.
  • Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie an der Universitätsklinik Freiburg ab 1985.
  • Schwerpunkte der Ausbildung: Endoskopie und Handchirurgie.
  • Nach dem Facharzt 1991 Funktionsoberarzt am Krankenhaus Müllheim, dort Aufbau eines endoskopischen Schwerpunktes.
  • Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift „Der niedergelassene Chirurg“.

Krankheitsbilder und
ihre Behandlungsmethoden

Der Riß kommt häufiger bei Männern vor. Meist sind es Patienten zwischen 35. und 45. Lebensjahr. Auf Nachfrage stellt sich häufig heraus, dass eine Überlastung stattgefunden hat. Dies beruht meistens auf mangelnden Trainingszustand und mangelnde Gewöhnung der Sehnen an die Belastung. Die Ursache ist ein schneller Antritt, ein Absprung oder auch das Abfedern beim Aufkommen auf hartem Boden. Der Patient beschreibt einen „Knall“ in der Wade. Übrigens kann der definitive Riß auch Tage nach der Überlastung eintreten und tritt dann nach einer Bagatell-Bewegung auf!

Der Riss der Sehne führt dazu, dass die Enden auseinander weichen. Ziel der Behandlung muss es sein, diese Enden wieder zueinander zu bringen und unbedingt 6-8 Wochen ungestört verheilen zu lassen. Es gibt grundsätzlich die Möglich der Behandlung im Gips in Ballerina-Stellung (Spitzfuß). Diese Behandlung ohne Operation bedeutet eine Ruhigstellung im Gips für 8 Wochen. Ob die Sehne ohne Operation gut verheilt ist nicht ganz sicher. Ebenso ist das Risiko eines erneuten Risses erhöht! Die Operation ist minimal-invasiv (5 kleinste Schnitte) sehr schonend und kann immer ambulant erfolgen. Die Ruhigstellung ist verkürzt und die Verheilung der Sehne wahrscheinlicher. Ebenso sind erneute Risse selten.

Eine der häufigsten Verletzungen – aber zum Glück meist ohne bleibende Schäden. Wenn bei einer Tätigkeit plötzlich und unerwartet der Bewegungsablauf gestört wird (z.B. die Grätsche im Fußball), dann kommt es zur reflexartigen Verkrampfung des Muskels. Der Muskel wird überspannt, was Schmerzen auslöst. Durch den Schmerz verkrampft sich der Muskel schlagartig.

Grundsätzlich gilt: gutes Aufwärmen, regelmäßiges Dehnen und Vermeidung von Überlastung schützen effektiv vor Zerrungen. Wenn aber die Zerrung eingetreten ist, dann sind gute Ratschläge wenig hilfreich … Aber als Sofortmassnahmen sind Kühlung und Schonung richtig. Zum Ausschluss weiterer Verletzungen empfehlen wir die Ultraschalldiagnostik. Erholt sich der Muskel nicht allein innerhalb von 2 Wochen, dann empfehlen wir die Unterstützung durch Physiotherapie.

Der Muskel ist grundsätzlich sehr elastisch. Wird die Elastizitätsgrenze überschritten, dann können kleinste Risse auftreten. Es kommt zu Einblutungen, welche man als Bluterguß sehen kann, oder per Ultraschall lokalisiert. Wenn man zwischen Zerrung und Faserriss wählen könnte, dann sollte man den Faserriss nehmen, denn der heilt deutlich schneller!

Ein Muskel besteht wie bei einem dicken Seil aus vielen Fasern, welche zu bündeln zusammengefasst sind. Ein kompletter Abriss eines Muskels ist eine sehr seltene Verletzungen. Faserrisse sind jedoch häufig, wobei nur ein Teil reist und immer folgenlos verheilt. Besondere Maßnahmen sind meist nicht erforderlich. Zum Ausschluss weiterer Verletzungen empfehlen wir die Ultraschalldiagnostik.

Das Knie hat einen Außen – und einen Innenmeniscus. Diese dienen als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel. Außerdem ist der Meniscus ein Druckdämpfer und Stabilisator und damit sehr wichtig. Durch unvorhergesehene kombinierte Beugung und Drehung im Knie treten große Scherkräfte auf. Diese führen dann zur Rißbildung des Meniscus. Wichtig zu erwähnen wäre, dass der Meniscus mit zunehmendem Alter spröde wird und damit auch degenerativ reißen kann.

Kurz nach dem Unfall kann eine Meniscusverletzung kaum wirklich ausgeschlossen werden. Besser ist es, bei bleibenden Beschwerden (etwa nach 14 Tagen) eine Kernspintomographie anzufertigen. Da der Meniscus wichtige Funktionen übernimmt, ist eine Kniegelenkspiegelung (minimal-invasiv) ambulant sehr erfolgreich. Hierbei kann der Riss geglättet oder genäht werden.

Die Kniescheibe steht mächtig unter Spannung! Sie überträgt die Muskelkraft des Oberschenkels auf den Unterschenkel. Dabei bewegt sie sich vorne über die Oberschenkelrolle und zieht mit der Patellasehne zum Schienbein. Hier wirken riesige Kräfte bei jedoch Tritt in die Pedale, bei jedem Sprung und natürlich auch bei Stürzen. Die Verletzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Nicht zu sprechen von den chronischen Überlastungsproblemen. In jedem Fall sollte man die Probleme abklären – sonst werden die Beschwerden häufig chronisch.

Zunächst sollte die Belastung abgebrochen werden. Die Untersuchung innerhalb der nächsten Tage kann schwere Verletzungen ausschließen. Meist ist die Untersuchung ohne Röntgen schon wegweisend. Brüche der Kniescheibe werden je nach Verlauf der Fraktur operativ ambulant stabilisiert. Sehnenrisse MÜSSEN operativ genäht werden. Chronische Überlastungen dauern in der Therapie häufig mehr als 12 Wochen und werden durch mehrere Therapieansätze (Schmerztherapie, Physiotherapie, etc.) behandelt.

Häufig, häufig, häufig!!! Wer kann sich nicht auch schon an ein umgeknicktes Sprunggelenk erinnern? Aber handelt es sich ausschließlich um eine Verstauchung? Das Sprunggelenk ist sehr komplex aufgebaut. Schien- und Wadenbein führen das Sprungbein und sind mit Bändern verbunden. Diese Bändern funktionieren wie Zügel. Reist ein Zügel, so ist das Gelenk instabil. Handelt es sich ausschließlich um das Außenband, so kann meistens eine Bandage für 6 Wochen die vollständige Ausheilung bewirken. Sind jedoch Syndesmosenband (zwischen den Knochen) oder die Knochen selbst verletzt, dann sind stabilisierende Operationen notwendig, um die Funktion wieder herzustellen.

Die Untersuchung ist kein Notfall, sollte aber innerhalb der ersten 3 Tage erfolgen. Mit der Untersuchung und Röntgenaufnahmen ist die Diagnose eindeutig darzustellen. Alle Therapien bei den vielen verschiedenen Diagnose-Möglichkeiten  darzustellen wäre verwirrend. Kommen Sie einfach vorbei – wir erklären es Ihnen!

Fragen und Antworten

Ja! Machen Sie es nicht noch schlimmer.

Schonung, Kühlung und eine Nacht abwarten. Dann bei bestehenden Beschwerden einfach im Zentrum für ambulante Diagnostik und Chirurgie vorbei schauen.

Natürlich wir! Bei uns bekommen Sie eine fundierte Diagnose, das Behandlungskonzept und die Nachbehandlung aus einer Hand.

Regeln für einen sportlich-präventiven Lebensstil

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Grundsätzlich ist eine regelmäßige Gesundheitsprüfung von Sporttreibenden sowie eine ärztliche Überprüfung der Leistungsfähigkeit bzw. Belastungsgrenze, die jede/r von sich selbst oder von einer/m anderen durch körperliche Belastung und Sporttreiben abverlangt, sinnvoll. Für die Landeskader ist eine regelmäßige Leistungskontrolle in einem der sportmedizinischen Zentren (Heidelberg, Freiburg, Tübingen, Ulm) Pflicht.
Bei über 40jährigen sowie auch bei jüngeren Menschen, bei denen gesundheitliche Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Übergewicht etc. vorliegen, sollte in jedem Fall zuerst eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Nicht jede körperliche Abnormität oder Erkrankung verbietet ein gesundes Bewegen und Sporttreiben, vielmehr können dadurch viele Erkrankungen nicht nur vermieden oder hinausgezögert, sondern auch in ihrem Verlauf gemildert werden. Grundsätzlich sollte hierbei zuerst der Rat und die Betreuung eines sport-medizinisch versierten Arztes/Ärztin eingeholt werden.

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Moderat, regelmäßig und langfristig ist besser als übermäßig, unregelmäßig und kurzfristig. Nur ein regelmäßiges und langfristiges, am besten lebensbegleitendes, moderates (=gesundes) Bewegen und Sportreiben bringen den erwünschten Zugewinn an Fitness, der viele Erkrankungen verhindern hilft, und damit präventiv wirkt, und die Lebensqualität bis ins hohe Alter wesentlich verbessern kann. Sinnvoll ist es, beim Sporttreiben mehrere Elemente, wie Ausdauerleistung, Kraft, Koordination etc. mit Motivation üben oder trainieren. Minimalziel sollte gesundes Bewegen und Sporttreiben möglichst 3-4 mal in der Woche für 20 – 40 Minuten sein. Das Maximal-ziel sollte sich nicht nach den Fitnessvorstellungen von Wettkämpfen, Medaillen, Volksläufen, Ski-Marathons etc. richten, vielmehr sollte die sportmedizinische Prävention „als Lebensstil“ den gesamten Organismus in Einklang mit den Anforderungen des täglichen Lebens, des Berufs, des Freizeitverhaltens und des Alters etc. bringen. Das Sportabzeichen – ein sportlicher „Fitness-Test“ der Sportverbände – ist nur dann sinnvoll zu absolvieren, wenn es in eine sorgfältige Vorbereitung und ein regelmäßiges Training eingebunden wird.
Untrainierte sollten zum Trainingsbeginn den Umfang, die Intensität und die Dauer der körperlichen Belastung, zunächst möglichst unter Anleitung (Sportlehrer, Verein, Lauftreff, sportmedizinisch versierter Ärztin/Arzt), langsam steigern. Weitere, insbesondere detailliertere Informationen, können beim Sportärztebund Baden erhalten werden. Gesundes Bewegen und Sporttreiben
Gesundes Bewegen und Sporttreiben ist bis ins hohe Alter sinnvoll und not-wendig: es sollte vielseitig und abwechslungsreich sein und den Anforderungen des Alttags und Freizeitverhaltens angepasst sein. Auch die „Seele“ treibt Sport: „Mehr Spaß bei Sport in der Gruppe oder im Verein.“ Körperliche Aktivitäten im Alltag nutzen, wie Treppensteigen statt Aufzug, oder zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad Einkaufen. Wird Sport anstrengend, an Erkrankung denken. Regelmäßige, sportärztliche Vorsorgeuntersuchungen vermeiden gesundheitliche Schäden. Eine Medikamenteneinnahme sollte in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt/Ärztin dem Sport angepasst werden. So sollten der Einnahmezeitpunkt, die Dosierung etc. mit dem übungs- und Trainingsprogramm abgestimmt sein.

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Die Grundnahrung sollte ballaststoffreich sein, wenig Fleisch, mehr pflanzliche (ungesättigte) Fette („südländische Kost“), und relativ viele Kohlenhydrate enthalten. Da die Ernährung für die Regulierung des Körpergewichtes von außerordentlicher Wichtigkeit ist, gilt es die Kalorienzufuhr dem Körpergewicht anzupassen, das heißt, bei Übergewicht weniger Kalorien zuführen.
Kleine, leichtverdauliche, kohlenhydratreiche Mahlzeiten können bis etwa 2 Stunden vor einer körperlichen Belastung eingenommen werden, da sie bereits mittelfristig zur Energie- und Elektrolytzufuhr herangezogen werden. Größere und insbesondere schwerverdauliche Speisen (Pommes Frites, fette Wurst und Fleisch, Ölsardinen etc.) sind zu vermeiden. Während länger dauernder Belastungen (Spiele über Stunden, Marathonlauf etc.) sowie bei hohen Außentemperaturen sollten elektrolythaltige Nährstoffe (Flüssigkeit, Bananen etc.) aufgenommen werden. Gewichtsverlust sollte nach dem Sport durch mineralhaltige Wasser annähernd ausgeglichen werden (bei Hitze mehr trinken!). Merke: Bier ist kein Sportgetränk! Aber: Ein Glas Alkohol (Wein, Bier) darf gelegentlich sein!

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Der Grundsatz lautet: Besser länger belasten mit geringerer Intensität, als kürzer belasten mit hoher Intensität. [Ausdauerbelastungen, wie Laufen, sollten von der Intensität ohne (starkes) Schnaufen erfolgen.] Durch gesundes Bewegen und Sport-treiben soll der menschliche Organismus so belastet werden, dass sich die verschiedenen Organsysteme an eine erhöhte Leistungsfähigkeit bzw. Belastungsgrenze an-passen können. Da eine Überbelastung mit einem Schädigungspotential versehen ist, sollte sie unbedingt vermieden werden. Zeichen einer überbelastung durch Sport sind unter anderem Muskelkater, Gelenkbeschwerden, Schon- und Fehlhaltungen (z.B. durch muskuläre Dysbalancen), auffällige Ermüdungs- und Erschöpfungszeichen etc.
Vor allem für den Freizeit- und Breitensport gilt, dass nach dem Sport eher eine „angenehme“ Erschöpfung vorliegen sollte. Nach einer sportlichen Belastung ist auf ausreichende Erholung (Regeneration) zu achten. Länger dauernde Belastungen sollten stets mit kürzeren Belastungen geringer Intensität ausklingen.

Bei akuten Erkrankungen, auch bei einer vermeintlich banalen Erkältung (Grippe) mit „Husten, Schnupfen, Heiserkeit, erhöhter Körpertemperatur“ ist eine Sportpause einzulegen. Diese sollte anschließend von einem allmählichen Beginn körperlicher Aktivität gefolgt sein. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem sport-medizinisch versierten Ärztin/Arzt beraten.
Verletzungen des aktiven und passiven Bewegungsapparates brauchen Zeit zum Ausheilen. Sehr häufig wird jedoch der Fehler gemacht, dass mit dem Sport entweder zu lange aufgehört wird oder eine zu kurze Pause gemacht wird. Hier ist die richtige sportmedizinische Beratung besonders wichtig. Einerseits können zum Ausgleich meist andere Übungen vorübergehend betrieben werden, so dass die körperliche Fitness aufrechterhalten werden kann. Andererseits sind dagegen Schmerzen als Warnzeichen des Körpers ernst zunehmen und sollten nicht, z.B. durch Spritzen zum Fitmachen, nur symptomatisch unterdrückt werden.

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Kleidung und Trainingsumfang sollten an Kälte (warme Kleidung, Luftdurchlass nach Außen), Hitze (Trainingsumfang reduzieren, Flüssigkeitszufuhr beachten) und Luftbelastung durch Schadstoffe oder Ozon (Trainingsumfang reduzieren, Sport am Morgen oder Abend) angepasst werden.

  • Besser fühlen
  • Besser aussehen
  • Besser belastbar
  • Bessere Fitness

Quelle: www.dgsp.de

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