Venenchirurgie
Venenleiden, wie z. B. Krampfadern, sind mehr als eine ästhetische
Beeinträchtigung. Unbehandelt können sie zu Thrombosen oder
offenen Beinen führen. Unsere
Spezialisten können erkrankte
Venen durch modernste Untersuchungsmethoden früh erkennen und über
die optimale konservative oder operative Therapie entscheiden.
Was sind Krampfadern?
Der Begriff Krampfadern (Varikosis) leitet sich von dem mittelhochdeutschen
Wort „Krummadern“ ab. Eine Krampfader (Varize) ist eine krumme,
geschlängelte und krankhaft erweiterte Vene.
Entstehung von Krampfadern
Rund 1.500 mal pro Tag pumpt
das menschliche Herz die durchschnittliche Blutmenge
von fünfeinhalb Litern durch unseren Körper. Dabei
versorgen die Arterien die Organe und das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen,
die Venen bilden das Entsorgungssystem. Sie leiten das Blut wieder zum
Herzen zurück. Probleme entstehen, wenn die Venenwand und die Venenklappen
durch eine Bindegewebsschwäche ausleiern und das Blut nicht mehr
vollständig zurückfließt. Es entsteht ein Blutrückstau
in den erkrankten Venenabschnitten: Eine geschlängelte und erweiterte
Vene wird sichtbar.
Fast jeder Zweite bekommt die Bindegewebsschwäche von
Venenwand- und klappen in die Wiege gelegt. Schwangerschaften,
mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und Übergewicht beschleunigen
die Erkrankung der Beinvenen zusätzlich. Krampfadern unterschiedlichen
Ausmaßes können die Folge sein. In den Augen der meisten
Menschen sind Krampfadern ein rein kosmetisches Problem, aber das kann
täuschen.
Formen der Varikosis
- Besenreiservarikosis
- Retikuläre Varikosis
- Seitenastvarikosis
- Stammvenenvarikosis
Besenreiser- und Retikuläre Varizen sind feine, oberflächlich
in der Haut liegende Venen, welche wegen ihrer dunklen Farbe auffallen.
Beiden Formen kommt oft nur eine kosmetische Bedeutung zu.
Seitenast- und Stammvenenvarizen dagegen verlangen höchste Aufmerksamkeit.
Diese Formen des Krampfaderleidens können unbehandelt Komplikationen
verursachen.
Eine umfassende Abklärung des Venensystems vor einer Behandlung
ist in jedem Falle sinnvoll, denn nicht selten
finden sich an einem Bein mehrere Formen der
Varikosis, d. h. mit kosmetischer und medizinischer Bedeutung.
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| Besenreiservarizen |
Stammvenenvarizen |
Diagnostik
Neben einem ausführlichen Gespräch über Vorgeschichte,
Dauer und Art der Beschwerden sowie einer körperlichen Untersuchung
ist eine gründliche, schmerzfreie Ultraschalluntersuchung sinnvoll.
Anhand der Untersuchungsbefunde lassen sich Art und Ausmaß der
Erkrankung erkennen und die weitere Therapie
ableiten.
Anzeichen und Beschwerden
Die Betroffenen klagen häufig über schwere Beine am Abend,
Schwellungsneigung der Fußgelenke, nächtliche Krämpfe,
Juckreiz, Hautveränderungen und andere Symptome.
Krankheitsfolgen und Gefahren
Über Jahre bestehende Krampfadern können unter Umständen
zu Venenentzündungen, schmerzhaften Geschwüren
(„offene Beine“) und erhöhter Thrombosegefahr führen.
Behandlung von Krampfadern
Besenreiser- und Retikuläre Varizen müssen nicht operiert,
können aber verödet werden. Bei dieser sogenannten Sklerotherapie
wird durch das Verödungsmittel im Gefäß eine sterile
Entzündung ausgelöst. Im Laufe des Heilungsprozesses der Entzündung
verkleben die Gefäßwände miteinander und
verschließen das Gefäß, wodurch es weniger sichtbar
wird.
Bei Seitenast- und Stammvenenvarizen besteht eine erste wirksame Therapie
in der Kompression (Kompressionsstrümpfe, Bandagieren). In ausgewählten
Fällen ist eine
Verödung der krankhaften Venenabschnitte möglich.
Bei einem fortgeschrittenen Krampfaderleiden empfiehlt sich zur Vermeidung
von Komplikationen ein operativer Eingriff.
Es gibt unterschiedliche Operationsverfahren, bei denen die erkrankten
Venen entfernt oder ausgeschaltet werden. Durch standardisierte Verfahrensweisen
sind die Operationsrisiken gering und Komplikationen selten geworden.
Über die Vor- und Nachteile der verschiedenen operativen
Therapiemöglichkeiten informieren und beraten wir Sie
gerne in einem persönlichen Gespräch.
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